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WIENER ARCHITEKTUR um 1900

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Paperback € 35,-
ISBN 3-9500360-3-2

deutsch, english, italiano, française
208 Seiten, 180 Abbildungen, 30 x 23 cm, 2006,
2. Auflage, 2 Stadtpläne

 

Das Gesamtkunstwerk Historismus weicht grob gesprochen einer Art „Übergesamtkunstwerk“ der Secessionskünstler und der Nachfolge Wagners, der gemeint hatte, daß das gesamte große Gebiet der Kunst nun dem Architekten zufalle. Tatsächlich hat Josef Hoffmann mit der Gründung der „Wiener Werkstätte“ den Versuch eines Zusammenschlusses unternommen, wobei seinesgleichen (wie der Maler Kolo Moser) einem architektonischen oder von ihm ausgehenden Prinzip alles unterworfen schien – vom geringsten Objekt bis zum plastische und chromatische Elemente einschließenden Bauwerk.
In der Folge verläuft die Geschichte dann bipolar. Im Rückblick entwickelten Kunsthistoriker wie Dieter Bogner die Theorie von den „ersten ausschließlich mit geometrischen Mitteln“ gestalteten Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Als Zeuge dient unter anderem die XIV. Ausstellung der Secession im Jahr 1902. Dort bildeten geometrische Reliefs von Josef Hoffmann jene „Supraporte“, in deren Gestalt ein Vorläufer von F. Kupka, K. Malewitsch und P. Mondrian gesehen wird. Josef Hoffmann habe die von Wagner erhobene Forderung, die Fassade als tafelförmige Fläche auszubilden, nicht nur erfüllt, sondern auch konsequent weitergedacht – ehe der „geometrische Jugendstil“ Wiener Prägung bald nach seinem um 1903 erreichten Höhepunkt erneut in eine dekorative Phase einmündete. Wobei sich wieder historisierende Topoi (samt Figuren, Masken, allerlei „Blendwerk“) neben den linearen Schwüngen und florealen Ausformungen westlicher (belgischer, französischer, deutscher) Provenienz einmengen konnten. ...

Anhand zahlreicher, in diesem Band versammelten Beispiele läßt sich ein speziell wienerisches Lokalkolorit gut ausmachen, weil es jeweils auch Antworten auf das Vorangegangene mitführt, also selten die theoretisch avisierte „Reinheit“ erreicht.

Kristian Sotriffer, Autor


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